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Phoniatrisches Gutachten

Ein Phoniatrisches Gutachten ist für alle Studierenden mit sprechintensiven Berufszielen empfehlenswert.

Dolmetscher sind während ihres gesamten Berufslebens einer außergewöhnlichen stimmlichen und sprecherischen Belastung ausgesetzt. Das betrifft sowohl den zeitlichen Umfang als auch die oftmals ungünstigen akustischen Bedingungen, unter denen sie zu sprechen haben. Somit stellt eine uneingeschränkte Stimm- und Sprechfunktion eine Schlüsselqualifikation für den Beruf dar.

Deshalb sollten diejenigen, die sich in einen einschlägigen Studiengang einschreiben, sicher sein, dass sie die stimmlichen und sprecherischen Voraussetzungen für den Sprechberuf erfüllen.

An der Universität Leipzig ist ein Stimmgutachten Immatrikulationsvoraussetzung. Es darf in der Regel nicht älter als zwei Jahre sein.

Ein Phoniatrisches Gutachten wird vom Facharzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen (auch: Facharzt für Phoniatrie und Pädaudiologie) oder vom Facharzt für HNO-Heilkunde mit der Subspezialisierung Stimm- und Sprachstörungen ausgestellt.

Es wird gewöhnlich auf der Grundlage der folgenden Untersuchungen erstellt:

Kompletter HNO-Spiegelstatus
Audiometrie Videolaryngostroboskopie
Stimmstatus:

Stimmklang (RBH)
Stimmgebung
mittlere Sprechstimmlage ungespannt
mittlere Sprechstimmlage gespannt
Stimmstärke
Stimmeinsatz
Stimmumfang
Schwelltonvermögen
Tonhaltedauer
Stimmprofil

Sprachstatus

Bei Bedarf werden zur genaueren Abklärung ergänzende Untersuchungen durchgeführt.

Das Gutachten ist kostenpflichtig. Der Preis für ein Gutachten in Anlehnung an die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) festgelegt. Diese Kosten werden von den Krankenkassen grundsätzlich nicht übernommen.

Die Gutachten können in den phoniatrischen Abteilungen von HNO-Kliniken und bei niedergelassenen Fachärzten eingeholt werden.

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Anschrift

Universität Leipzig
Sprechwissenschaft/
Sprecherziehung
Beethovenstr. 15
04107 Leipzig

Leitung

Dr. Siegrun Lemke

Tel.: (0341) 97 37 386